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Dorfkirche Ipse

Ca. fünf Kilometer südlich des Stadtkerns Gardelegen, gelegen zwischen den Wüstungen Sassendorf, Altena, Rinbeck, Podagrym,  findet sich das Dorf Ipse mit der romanischen Feldsteinkirche im Zentrum. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf die Resignationsurkunde des Grafen Siegfried von Osterburg und Altenhausen (aus dem Geschlecht derer von Veltheim) aus dem Jahre 1238zurück. Hier werden unter seinen Gütern auch in „ … IpizsejuxtaGardelevenduomolendina et dimidium…„ und weiter unten „ … Ipitzsetotavilla …“genannt. Graf Siegfried gab damals sein Lehen Ipse an das Kloster Ludgeri bei Helmstedt (Bistum Verden) zurück. Das Kloster Ludgeri war bereits ab 800 Ausgangspunkt der Christianisierung der westlichen Altmark. Damals war wahrscheinlich die Milde der Grenzfluss zwischen den Bistümern Verden und Halberstadt.Kirche und Ort wechselten in den Jahrhunderten des Öfteren die Eigentümer. Ab 1429 ist ypeczeEigentum derer von der Schulenburg. 1465 werden die von Alvensleben kurzzeitig mit Yptz belehnt.Bei Sanierungen im letzten Jahrhundert wurde unter anderem 1926 ein gotischer Schnitzaltar entdeckt, dessen Spuren sich in der 1950 er Jahren in Jävenitz verlieren. In den 1960 er Jahren wurden Wandmalereien in der Apsis freigelegt und in jüngster Vergangenheit wurden sogar alte Deckenmalereien wieder entdeckt.Seit 2012 ist die Kirchengemeinde bestrebt all dies zu erhalten. 2016 wurde der Verein Ipse excitare e.V. gegründet, der einen großen Teil seiner Zeit in die Sanierungsmaßnahmen investiert.In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz  sind Restaurationsarbeiten an der Kirche geplant, bei denen die Kirchengemeinde und der Verein Unterstützungen aller Art dankend annehmen. Die Kirche und die darin befindlichem Malereien (Passionsbilder)  sind auf Anfrage öffentlich zugänglich.