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Was war los in unserer Stadt? – Eine kleine Zeitreise

Natürlich können wir an dieser Stelle keine lückenlose stadtgeschichtliche Darstellung bieten. Unsere kleine Zeitreise will vielmehr anregen, sich näher mit der Gardeleger Geschichte zu beschäftigen, dies und jenes nachzulesen und sich vielleicht sogar selbst auf Spurensuche zu begeben. Die Ursprünge der Stadt dürften in einer Siedlung liegen, die schon Mitte des 11. Jahrhunderts zu Füßen einer Burg existierte – etwa zwischen dem Schloss Isenschnibbe und dem Holzmarkt – aber das liegt ebenso im Dunkel der Geschichte wie ihre angebliche Erwähnung im Jahre 1121.


1100 bis 1299

1196 Ersterwähnung

  • In diesem Jahr taucht Gardelegen zum ersten Mal in einer Urkunde als „Stadt und Burg“ auf, die Markgraf Otto II. von Brandenburg zusammen mit vielen altmärkischen Ländereien dem Erzstift Magdeburg geschenkt hat. Von diesem Ereignis werden seither die Stadtjubiläen abgeleitet.

1200 Bauboom

  • Die Stadt wird vom ersten Bauboom erfasst. Allmählich bilden sich drei Siedlungskerne heraus. In kurzer Folge entstehen die St. Nicolaikirche, die St. Marienkirche und das Rathaus, das allerdings bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung 1241 noch ein Kauf- und Schauhaus war. Die drei Türme dieser Gebäude bestimmen noch heute die Gardeleger „skyline“.

1300 bis 1499

1314 Malzrecht erworben

  • Als die Stadtväter sich erfolgreich um das Malzrecht bemühen, ahnen sie noch nicht, dass sie damit einen ganz großen Wurf gemacht haben. Der Anbau eines Hopfens von weit über die Grenzen der Stadt hoch geschätzter Qualität und die Braukunst Sarg sein.

1316 Schulzenamt zugesprochen

  • Markgraf Waldemar von Brandenburg spricht Gardelegen das Schulzenamt und damit die Hohe beinhaltet unter anderem das zweifelhafte Recht, „Frevler vom Leben zum Tode zu befördern“.

1353 Aufnahme im Altmärkischen Städtebund

  • Gardelegen wird Mitglied im Altmärkischen Städtebund

1358 Hansestadt

  • Gardelegen wird zum Hansetag nach Lübeck eingeladen, was ihm den Status eines Mitglieds der seiner günstigen Lage an der Kreuzung wichtiger Handelswege bleibt Gardelegen als Hansestadt bedeutungslos.

1488 Biersteuer, Bierziesekrieg

  • Brandenburgs Kassen sind leer. Kurfürst Johann Cicero ersinnt eine Biersteuer, die bei den Bürgern der Altmark, unter denendie Angehörigen der Brauerzunft das Sagen haben, nicht gut ankommt. Der „Bierziesekrieg“ fordert auch in Opfer: Drei Rädelsführer werden enthauptet. Die Stadt darf fortan keinen Bündnissen mehr angehören und aus der Hanse zurück.

1500 bis 1699

1500 Erste Biermarke der Welt

  • Mehr durch Zufall entsteht ein Rezept für einen dickflüssigen alkoholischen Kräutertrank, der alle möglichen seelischen und körperlichen Leiden zu lindern vermag und auch die Liebesfähigkeit steigern soll. Man gibt ihm den Namen Garley. Die älteste Biermarke der Welt ist entstanden und findet reißenden Absatz - auch in Holland, Schweden und Russland.

1539 Reformation, Aufbau der Wehranlagen

  • Lutherschüler Bartholomaeus Rieseberg führt mit einer furiosen Predigt in St. Marien die Reformation in der Altmark ein. Draußen vor der Tür beginnen derweil die Gardeleger Bürger ihre Stadt und mit aufwändigen Wehranlagen zu schützen.

1553 Fertigstellung der Wehranlagen

  • Mit ihren drei Stadttoren und modernsten verteidigungstechnischen Schikanen verleiht sie der wohlhabenden Stadt auch nach außen hin ein höchst repräsentatives Aussehen. Heute das Salzwedeler Tor und einige Mauerreste am Wall. Darüber hinaus leistet sich die Stadt noch eine große noch zu sehen: die Ruine des Stendaler Tores und Stadtschule und einen pompösen Rathausneubau – ganz abgesehen von vielen prächtigen Bürgerhäusern.

1564 Der steinerne Roland

  • Vor dem Rathaus wird der erste steinerne Roland aufgestellt. Er ähnelt der heutigen Rolandstatue, steht aber gegenüber der jetzigen Marktstraße

1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg

  • Gardelegens günstige Lage verkehrt sich ins Gegenteil: Ab 1626 gibt es kaum eine marodierende und Krieg führende Truppe, die um die Stadt einen Bogen macht – jede von ihnen plündert, brandschatzt, vergewaltigt, tötet. Das reiche Gardelegen verkommt zu einem kleinen Ackerbürgerstädtchen. Und das
    ist erst der Anfang des Niedergangs…

1658 Abriss der Wehranlagen, Wiederaufbau, Stadtbrand

  • Immer wenn die Bürger wieder etwas Boden gewonnen haben, brennt es erneut. Kaum ein Stadtviertel, das nicht ein Raub der Flammen wird. Ursache ist meist die unsachgemäße Trocknung des Hopfens.

1667 Stadtbrand

  • Immer wenn die Bürger wieder etwas Boden gewonnen haben, brennt es erneut. Kaum ein Stadtviertel, das nicht ein Raub der Flammen wird. Ursache ist meist die unsachgemäße Trocknung des Hopfens.

1685 Stadtbrand

  • Dieser Brand war noch verheerender als der von 1667. Nahezu die gesamte Stadt und ihre bedeutendsten Bauten wurden zu Schutt und Asche. Auch dieser Stadtbrand begann in einer der vielen Hopfendarren.

1700 bis 1899

1700 Verlust im Bierverkauf

  • Und als ob das immer noch nicht genug wäre: Die „Garley“ ist aus der Mode gekommen und findet auf dem Weltmarkt kaum noch Anklang.

1715 Garnisionsstadt

  • Gardelegen wird zum ersten Mal Garnisionsstadt und bleibt es mit einigen Unterbrechungen volle 275 Jahre lang (Preußische Infanterie, Reichswehr, Wehrmacht, Grenztruppen der NVA, sowjetische Streitkräfte)

1816 Kreisstadt

  • Die Stadt kommt aufs Tapet des Wiener Kongresses. Nach der Neugliederung Preußens wird es Mittelpunkt des größten Landkreises Deutschlands, zu dem sogar Wolfsburg gehört. Den Status einer Kreisstadt verliert Gardelegen erst 1994.

1841 Industrialisierung

  • Von der Wanderschaft nach Gardelegen zurückgekehrt, beginnt Carl Koch auf eigene Rechnung mit der Herstellung von Perlmuttknöpfen und beginnt ein Jahr später mit der Großproduktion in der Magdeburger Straße, wo 1971 Knöpfe hergestellt werden. An der Stelle, wo die Industrialisierung Gardelegens ihren Anfang nahm, steht heute das Seniorenheim „Pfarrer Franz“.

1871 Eisenbahnanschluss

  • Gegen den Willen vieler Einwohner die befürchten, dass es mit der Ruhe und Beschaulichkeit im Städtchen nun zu Ende sei, erhält Gardelegen einen Anschluss an die neue Bahnlinie Berlin-Hannover-Lehrte und damit Zugang zur großen, weiten Welt. 1843 war der Protest gegen die Eisenbahnverbindung Magdeburg-Gardelegen-Salzwedel noch erfolgreich.

1881 Modernisierung der Stadt

  • Ein „Macher“ wird Bürgermeister: Julius Beck bringt frischen Wind ins Ackerbürgerstädtchen. Was er auf seinen Reisen um die Welt gesehen hat – in Gardelegen wendet er es an. Elektrifizierung, Wasserleitung, Kanalisation. Die gepflasterten Straßen gehen ebenso auf das Konto von Beck wie die Gründung einer Feuerwehr und die Modernisierung des Bestattungswesens. Auch für die Umgestaltung der verwahrlosten Wallanlagen in einen Bürgerpark zeichnet er verantwortlich. Er betreibt die Bebauung der Bahnhofsvorstadt, womit Gardelegen endlich über seine mittelalterlichen Grenzen hinauswächst. Beck bleibt so lange im Amt wie kein anderer Bürgermeister – 42 Jahre. Danach ernennen ihn die Gardeleger zum Ehrenbürgermeister auf Lebenszeit, also bis 1931.

1900 bis 1999

1936 Militarisierung der Stadt, Überschreitung der Einwohnerzahl von 1000

  • Außerhalb Gardelegens werden mit dem Fliegerhorst, der Remonteschule der Kavallerie und dem Fallschirmjägerlager wichtige Einrichtungen der deutschen Wehrmacht errichtet. Parallel entstehen Wohnsiedlungen und das neue Krankenhaus. Die Einwohnerzahl Gardelegens übertrifft erstmals die „Zehntausender-Marke“.

1945 Bombenangriff, Massenermordung, kampflose Kapitulation, Besatzung

  • Bei einem Bombenangriff am 15. März kommen 54 Gardeleger ums Leben; die St. Nikolaikirche und mehrere Wohngebäude in ihrer Umgebung werden zerstört. Am 13. April werden in der Isenschnibber Feldscheune mehr als 1000 Häftlinge verschiedener Konzentrationslager bestialisch ermordet. Wenige Stunden später, am 14. April, sorgt Pfarrer Franz für die kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Nachdem die US- kurzzeitig durch britische Besatzungstruppen abgelöst worden sind, wird Gardelegen am 1. Juli Teil der sowjetischen Besatzungszone. Sowjetische Truppen bleiben bis zum 31. Mai 1991 in der Stadt.

1960 Asbestzementwerk

  • Grundsteinlegung für das Asbestzementwerk, den ersten Großbetrieb der Stadt

1973 VEB "Polytherm"

  • Grundsteinlegung für den VEB „Polytherm“. Auch er ist mit einer Neubausiedlung gekoppelt. Nach mehreren Veränderungen der Produktionspalette ist der inzwischen privatwirtschaftliche Betrieb als BKT heute der größte Arbeitgeber der Stadt.

1990 Sanierung, Umbau und Abriss

  • Die Wiedervereinigung Deutschlands verändert auch Gardelegen. Sowohl die Volkskammer- als auch die Kommunalwahlen sehen die CDU klar vorn. Die denkmalgeschützte Altstadt wird umfangreich saniert. Die zwischen 1960 und 1980 entstandenen Neubaugebiete werden durch Sanierung, Teilabriss und Rückbau aufgewertet. Als erste Betriebe verschwinden mit dem Asbestzementwerk und dem Landtechnischen Instandsetzungswerk die bis dahin größten Arbeitgeber von der wirtschaftlichen Bildfläche – 13,1 Prozent der Gardeleger sind arbeitslos.

1994 Aberkennung des Kreisstadtstatus

  • Unter Protest großer Teile der Bevölkerung verliert Gardelegen zum 1. Juli seinen Status als Kreisstadt und wird dem Altmarkkreis Salzwedel zugeschlagen. Ein Teil des Altkreises Gardelegen gehört nun zum Kreis Stendal.

1995 Wandel in Industrie- und Gewerbegebiet

  • Im Norden und Osten Gardelegens werden Industrie- und Gewerbegebiete erschlossen. Ein Gelenkwellenwerk, Betriebe der Autozulieferindustrie und ein Glaswerk entstehen „auf der grünen Wiese“.

2000 bis heute

2002 Neuer Roland

  • Gardelegen wird wieder Rolandstadt. Auf den Tag genau 275 Jahre nach seinem Zusammenbruch wird ein neuer Roland enthüllt – von Handwerkern und Einwohnern der Stadt gestiftet, ist er ein Symbol des Stolzes der Gardeleger auf ihre Stadt. Nebenbei: Ein Spaßvogel wollte dem Roland das Gesicht Otto Reutters geben. Daraus wird nichts, doch der Humorist erhält als berühmtester Sohn der Stadt wenige Monate später sein eigenes, vom Magdeburger Heinrich Apel geschaffenes, Denkmal.

2008 Verleihung des Beinamens "Hansestadt"

  • Gardelegen erhält als Mitglied des Hansebundes der Neuzeit wieder den Beinamen „Hansestadt“.

2010 Grüne Woche

  • Gardelegen ist zum ersten Mal mit eigenen Ständen auf der Grünen Woche und der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vertreten.

2011 Gebietsreform

  • Am 1. Januar wird Gardelegen über Nacht mit 632 Quadratkilometern zur flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands. Neben der Kernstadt gehören jetzt 48 Ortsteile dazu. 24.000 Menschen leben hier (2020: 22.506). Diese Zahl erhöht sich nochmals um 150.000, als vom 24.-26. Juni der 15. Sachsen-Anhalt-Tag in Gardelegen über die Bühne geht.

2012 Autokennzeichen für Heimatverbunden

  • Am 23. April befürwortet der Stadtrat die Wiedereinführung des alten GA-Kennzeichens für Kraftfahrzeuge. Den Fahrzeughaltern wird freigestellt, das Kennzeichen GA für Gardelegen oder das SAW für Altmarkkreis Salzwedel zu benutzen.

2013 Heimatfest und Kriegsflüchtlinge

  • Vom 21.-23. Juni ist Gardelegen Schauplatz des 16. Altmärkischen Heimatfestes. Am 24. Dezember werden drei Asylbewerberfamilien aus dem Iran und Irak als erste Kriegsflüchtlinge in Gardelegen begrüßt.

2014 Bürgerpark und Stolpersteine

  • Am 17. April wird auf dem ehemaligen ACZ-Gelände der Gardelegener Bürgerpark offiziell eröffnet. Für die Gestaltung zeichnet Landschaftsarchitekt Marcel Adam verantwortlich. Der Freizeit- und Erholungspark hat eine Gesamtfläche von 60.000 Quadratmetern. Die Kommunalwahl am 25. Mai entscheidet die CDU mit 36,9 Prozent für sich. Am 24. Oktober legt der Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig die ersten Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete jüdische Mitmenschen in Gardelegen; die Velegung geht auf eine Initiative von Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiuns zurück.

2015 Die dritte Bürgermeisterin

  • Mandy Zepig, jetzt Schumacher, SPD, ist neue Bürgermeisterin der Stadt Gardelegen; in der Stichwahl setzt sie sich am 8. März mit 60,2 Prozent klar gegen Kai-Michael Neubüser CDU, durch; Zepig ist das 77. Stadtoberhaupt seit 1550 und die dritte Bürgermeisterin überhaupt.

2016 Weltmeister und Wunschkiste

  • Am 5. Oktober sichern sich die für den ESV Lok Stendal startenden Gardelegener Lars Stöwesandt und Andreas Schmidt bei den Weltmeisterschaften der Internationalen Kraftsport-Föderation in ihren Gewichtsklassen die Titel im Kreuzheben. Es sind die ersten Weltmeistertitel in Gardelegens Sportgeschichte. Am 21. Oktober weiht die Gartenakademie Sachsen-Anhalt ihr neues Domizil im Salzwedeler Tor ein. Am 28. Oktober fällt der Startschuss für die "Aktion Wunschkiste", eine Gemeinschaftsaktion der Hansestadt Gardelegen und der Gardelegener Geschäftsstellen von Sparkasse Altmark West und Volksbank für bedürftige Kinder.

2017 Besonders geschätzt: Gardelegens Freundlichkeit

  • Am 13. Januar startet das Online-Angebot "Sag's uns einfach" auf der Website der Hansestadt; Bürger können der Verwaltung auf kurzem Weg Informationen übermitteln. Bei der am 3. August ausgewerteten ersten Image-Umfrage unter den Besuchern der Hansestadt gibt es größtes Lob für die Freundlichkeit der Gardelegener. Am 31. August kehrt Jens Bude mit dreimal Gold von den Medical and Health Games, der Olympiade der Medizin- und Gesundheitsbranche aus Marseille zurück. Am 23. September feiert die Jolana-Combo, Gardelegens Kultband Nummer 1, ihr 50-jähriges Jubiläum. Am 6. Dezember wird die erste Bücherzelle der Einheitsgemeinde auf dem Rathausplatz eröffnet. Ab 13. Dezember gibt es auf dem Rathausplatz und in der Gardelegener Bibliothek kostenloses WLAN.

2018 GardeLehrer-Projekt am Start

  • Am 22. Januar begeht die Kinderkombination in der Straße der Opfer des Faschismus ihr 50-jähriges Bestehen. Am 14. Februar besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Rahmen seines Antrittsbesuches in Sachsen-Anhalt auch das Jagdschloss Letzlingen. Am selben Tag nimmt Gardelegen erstmals an der Bewegung "One Million Rising", einem Flashmob gegen Gewalt an Frauen und für die Gleichberechtigung der Frau teil; mehr als 200 Männer, Frauen und Kinder tanzen auf dem Rathausplatz nach einer Choreographie des Tanzlehrers Adnan Fadel. Am 1. März begeht die jetzige Stadt-, Kreis- und Gymnasialbibliothek Gardelegen das 70. Gründungsjubiläum. Am 11. März wird in der Dorfkirche von Ipse der Reformationsradweg durch die Altmark, eine Initiative des Vereins "Ipse excitare" e.V.,
    feierlich eröffnet. Am 4. Juni findet auf dem Gelände der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen die Grundsteinlegung für das Besucher- und Dokumentationszentrum statt. Am 11. Juni startet die Hansestadt eine eigene mit einem Stipendium verbundene Konzeption zur Gewinnung von Lehrern, das Projekt "GardeLehrer".Vom 14-16. Juni feiert Gardelegen das 20. Hansefest. Am 28. November erfolgt der symbolische "Startschuss" für das Breitband in Gardelegen, die Grundvoraussetzung für schnelles Internet.

2019 Gardelegen - telegen und digital

  • Am 16. Januar präsentiert die Mitteldeutsche Medienforschung im Internet potentielle Drehorte im Asltmarkkreis; mit der historischen Innenstadt, der Dorfkirche Ipse, dem Gutshof Lindstedt und dem Jagdschloss Letzlingen gibt es vier telegene Orte in der Einheitsgemeinde. Am 28. Februar findet in der Bibliothek das erste Gardelegener Zukunftsgespräch statt; in Talkrunden tauschen Bürger und Stadträte ihre Meinungen und Ideen über die Zukunft der Hansestadt aus. Bei einer Umfrage der Volksstimme, ob die Einwohner der Hansestadt Gardeleger oder Gardelegener genannt werden, entscheiden sich am 9. April 82 Prozent für "Gardelegener". Am 20. April veranstaltet die Hansestadt und ihre Partner auf dem Gelände des Bürgerparks ein Osterfest in Familie. Am 5. Mai feiern die Altmark Festspiele ihr fünfjähriges Bestehen; unter Leitung von Reinhard Seehafer hat sich das Festival zum Erfolgsmodell entwickelt; Musik und Literatur werden dabei an ungewöhnlichen Orten präsentiert. Am 7. Juni geht unter dem Titel "Gardelegen - anno dazumal" eine digitale Stadtführer-App der Stabstelle Stadtmarketing an den Start; die Hansestadt gehört damit zu den Vorreitern in Sachsen-Anhalt. Am 14. Juli erhält die Gardelegener Malerin Sandra Gutsche in Rom den renommierten Michelangelo Award. Am 9. September wird Gardelegen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen.

2020 Hansestadt wird Kommune des Jahres

  • Am 3. Februar startet das kostenfreie WLAN des Netzwerks Gartenträume am Salzwedeler Tor und bei St. Nikolai. Vom 6.-8. März findet das 25. Stiftungsfest der Johannis-Freimaurerloge "Drei Türme im Hopfenfeld" Gardelegen statt. Am 9. April ruft Bürgermeisterin Mandy Schumacher die Kinder, die wegen Corona zu Hause bleiben müssen, zu einem Malwettbewerb auf. Am 24. April begeht die Hansestadt den 150. Geburtstag des Humoristen Otto Reutter, ihres berühmtesten Sohnes; wegen der Corona-Krise weden die geplanten Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Als der Kreativwettbewerb der Kinder zu Ende geht, werden 67 Teilnehmer im Alter von eineinhalb bis zwölf Jahren
    gezählt. Die Ausstellung der 34 Arbeiten sehen fast 600 Gardelegener; in einer Abstimmung unter den Besuchern setzt sich die Arbeit "Sind so kleine Hände" der Kita "Regenbogenknirpse" durch. Am 25. August erhält das Pfeiffersche Quartiersmanagement Letzlingen den Deutschen Pflegeinnovationspreis 2020. Mit einem Festakt in Anwesenheit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier werden das Dokumentations- und Informationszentrum und die ständige Gedenkausstellung an der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen am 15. September feierlich eröffnet. Am Wochenende vom 19.-21. September wird auf dem Kirchhof der Feldsteinkirche in Berge die Glocke Gloriosa gegossen
    und aufgezogen; das Geläut des Gotteshauses erklingt nun wieder dreistimmig. Am 25. September gibt es in der Innenstadt unter dem Motto Heimat-Shoppen eine Dankeschön-Aktion der Gardelegener Händler und Gastronomen für die Kundentreue während Corona. Am 14.Oktober wird im Bürgerpark eine Skateranlage eröffnet, auf der sogar Läufe zur Deutschen Meisterschaft stattfinden können. Mit dem 30. Oktober nimmt der zwölfköpfige Gardelegener Jugendbeirat, ein Jugendparlament, seine Arbeit auf. Am 21. November wird die Landwirts-GbR Friedrich-Wilhelm Giggel/Norman Kulow als "Ausbildungsbetrieb des Jahres" geehrt. Am 24. November siegt die Hansestadt Gardelegen im Rahmen des 24. Unternehmer-Preises der Ostdeutschen Sparkassen in der Kategorie "Kommune des Jahres - schnelle Hilfe"; der Ausrichter würdigt das rasche Reagieren und die vielfältigen Initiativen Gardelegens in der Corona-Krise. Am 1. Dezember geht mit dem Hanse-Kontor in der Innenstadt eine Alternative zur coronabedingten Absage des Gardelegener Weihnachtsmarktes an den Start. Im Pop-up-Verfahren bieten täglich bis zu zehn Händler regionale Erzeugnisse an. Als erste erhält die Gardelegener Medizinstudentin Laura Mikutta am 2. Dezember das vom Altmarkkreis
    ausgeschriebene Stipendium für angehende Ärzte.