Hansestadt Gardelegen
Expertentipp der Verwaltung
Im Nordosten des Gardelegener Stadtkerns erstreckt sich die Heidelandschaft an den Kellerbergen, deren Geschichte sich bis in die letzte Eiszeit nachvollziehen lässt. Große Teile des Areals gehörten einst zum Zisterzienserinnenkloster Neuendorf, dem reichsten seiner Art in der Altmark, bevor sie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zum königlich-preußischen Jagdgebiet und zum Stadtwald umgewidmet wurden.

Fast das ganze vorige Jahrhundert hindurch wurde das Gebiet militärisch genutzt. Dadurch wurde das einst zusammenhängende Waldgebiet zerstört, so dass sich Trockenrasen und Heide wieder durchsetzen konnten. Sie sind heute in Deutschland selten geworden. Heute präsentieren sich die Kellerberge als Erholungsgebiet direkt vor der Haustür. Zahlreiche seltene Pflanzen, mehr als 150 Insekten- und über 50 Vogelarten machen das Areal zu einem Eldorado für Naturfreunde. Wo findet man schließlich noch den Wiedehopf oder die Heidelerche, den Neuntöter oder die Kornweihe?!? Auch Schlangen und Eidechsen haben die Kellerberge als Domizil gewählt. Gerade jetzt, wo die Heide in voller Blüte steht, sind die Kellerberge ein Ausflugsziel der ganz besonderen Art.


Rupert Kaiser Tourist-Information