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Spät erst, nämlich im Jahre 1541, wird Solpke zum ersten Mal urkundlich erwähnt, doch zeugen die ursprüngliche Dorfanlage und das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert von einer wesentlich früheren Besiedlung. „Sylpke“ wurde bereits
in David Baukes Chronik als „früh besiedelt“ genannt, war aber dann durch die Pest, Brände und andere Widrigkeiten
wüst geworden. Um 1767 entstand in der Wüstung ein Kolonistendorf, das 1826 vollständig niederbrannte, aber bald
wieder aufgebaut wurde. Der Ortsname bedeutet so viel wie „Dorf an der Wildsuhle“. Prägende Elemente des Dorfbildes sind Fachwerk-, Backstein- und Putzbauten. Sehenswert sind auch die Friedenseiche auf dem Dorfplatz und die ehemalige Grundschule „Friedrich Schiller“, die 1951 als erster Schulneubau in der Region nach dem 2. Weltkrieg übergeben wurde.

Solpke, heute vor allem Wohnort, liegt acht Kilometer südwestlich der Gardelegener Ortsmitte verkehrsgünstig an der
B 188 und besitzt seit 1871 eine eigene Bahnstation an der Hauptstrecke Berlin-Hannover-Lehrte. Als Ausgangspunkt für Wanderungen ist Solpkes Lage zwischen Letzlinger und Weteritzer Heide, Drömling und Zichtauer Bergen ideal.
Seit eh und je gibt es ein reges Vereinsleben, wobei besonders die Sportvereine über die Grenzen der Region hinaus bekannt sind. Einmal im Jahr gibt es ein großes Straßenfußballfest, und auch gewandert und geradelt wird gemeinsam. Ein jahrhundertealter Brauch ist der Heischezug der Fiestemeier zu Pfingsten.

Einwohner: 519 (Stand: Januar 2021)

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