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Peckfitz befindet sich etwa 15 Kilometer westlich der Gardelegener Ortsmitte zwischen Hellbergen und Drömling. Das erste Dokument, in dem der Ortsname genannt wird, stammt zwar erst aus dem Jahre 1458, doch war Peckfitz mit Sicherheit schon mehrere Jahrhunderte vorher besiedelt, wird es doch in der Urkunde als wüst bezeichnet. Allerdings gibt schon diese Tatsache Rätsel auf, denn das heutige Peckfitz taucht in dem 1909 erschienenen Standardwerk von Wilhelm Zahn „Die Wüstungen derAltmark“ nicht auf. Möglicherweise handelt es sich bei der Urkunde von 1458 um eine falsche Übersetzung des wendischen Ortsnamens „pekenissen“. Der Auftrag zur Neubesiedlung von Peckfitz erging 1488 in Tangermünde. Diese dürfte um 1502 abgeschlossen gewesen sein.

Die Fachwerkkirche wurde 1746 geweiht; der Backsteinturm wurde 1870 anstelle des niedergebrannten Fachwerk-Vorgängers errichtet. Das Gotteshaus wurde von den elf seinerzeit im Ort ansässigen Hofbesitzern und den in Groß Engersen, Zichtau und Berge lebenden von Alvensleben finanziert. Jene Familien, die fortan bis 1959 jährlich einen festen Betrag zur Erhaltung der Kirche zu zahlen hatten, bezeichnen sich, zwar scherzhaft, aber durchaus selbstbewusst, als Ureinwohner von Peckfitz. Auf dem zwischen 1947 und 1956 von der Roten Armee als Schulungslager genutzten Areal „Auf dem Zappel“ wurde 1957 eine Kaserne der DDR-Grenzpolizei errichtet. Bis 1990 war hier eine Pionierkompanie der Grenztruppen stationiert, die im Grenzgebiet des damaligen Kreises Klötze eingesetzt war. Von 1898 bis 1951 war Peckfitz Schulstandort; seit 1923 wurden die Klassenstufen 1-8 im einklassigen Schulbau unterrichtet.

Wurden bis in die späten 1950er Jahre in Peckfitz noch die Traditionen des Ringreitens und des Fasselom gepflegt, so
wird das Vereinsleben heute durch die Freiwillige Feuerwehr bestimmt. In der Waldsiedlung Peckfitz entstanden die Offroadstrecke „Wurzelsepp“ für Geländewagen, ATVs und Quads, sowie ein Museum der Technik und Arbeit. Hier finden Offroadtreffen statt, die Peckfitz weit über die Altmark hinaus bekannt gemacht haben. Der Peckfitzer Freizeitklub veranstaltet regelmäßig Ausflüge. Das 2008 genehmigte Wappen zeigt Fachwerkkirche, Eiche, Adlerschild und zwei „Klingelbeutel“.

Einwohner: 136 (Stand: Januar 2021)

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