Hansestadt Gardelegen

Letzlingen und Theerhütte

Über die B 71 in Richtung Magdeburg fahrend, erreicht man nach etwa zehn Kilometern die Heideortschaft Letzlingen, einen der größten und bekanntesten Ortsteile Gardelegens, auch das „südliche Tor zur Altmark“ genannt. In einer Besitzurkunde von anno 1340 taucht der Ortsname erstmals auf. Über Jahrhunderte hinweg war Letzlingen durch das hier 1560 als Jagdschloss „Hirschburg“ errichtete und seitdem mehrfach umgebaute Schloss eng mit der Geschichte des Hauses Hohenzollern verbunden, dessen Herrscher hier ihre Hofjagden veranstalteten. Noch heute erinnert alljährlich die alten Vorlagen nachempfundene „Kaiserjagd“ an diese Tradition. Das Schloss und die benachbarte Schlosskirche sind aus dem kulturellen Spektrum der Altmark nicht mehr wegzudenken. Die Landschaft um Letzlingen ist ein Eldorado für Naturfreunde.

Etliche Klein- und Mittelbetriebe und in Letzlingen lebende Freiberufler, ein lebendiges Vereins- und Gemeinschaftsleben und nicht zuletzt die Schuljugend – der Ortsteil ist wie eh und je Schulstandort – zeigen, dass trotz der Patina der Geschichte, die Letzlingen angesetzt hat, hier das Leben pulsiert. Nördlich von Letzlingen befindet sich die Siedlung Theerhütte.

Einwohner: Letzlingen 1.435, Theerhütte 45 (Stand: 31.12.2017)

Ortsbürgermeisterin Regina Lessing

Kontaktdaten
AnschriftLetzlingen
Salchauer Straße 39
39638 Hansestadt Gardelegen
Telefon privat+49 39088 6042
Handy+49 171 2389352
E-Mailregina.lessing@stadt-gardelegen.de

Veranstaltungen

Jährlich finden in Letzlingen zahlreiche Veranstaltungen statt.

Schloss Letzlingen

Die „Hirschburg“ wurde 1560 bis 1568 auf Befehl des Kurfürsten Georg von Brandenburg als Jagdschloss erbaut und ist das einzige erhaltene Hohenzollernschloss in Sachsen-Anhalt. Im 19. Jahrhundert entdeckte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen das Schloss für sich und ließ es von Friedrich August Stüler im neogotischen Stil umbauen. Bis 1912 fanden in Letzlingen Hofjagden statt, die ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis darstellten. Seit Januar 2001 informiert eine ständige Ausstellung über das Schloss und die Jagd in der Letzlinger Heide. Weitere Informationen hier.

Kontakt

AnschriftSchlossstrasse 10
39638 Letzlingen
Telefon+49 39088 8089 70

Öffnungszeiten der Ausstellung

ZeitraumWochentagÖffnungszeit
April bis OktoberMontag
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
Samstag, Sonntag, Feiertag
geschlossen
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
10.00 Uhr bis 16.30 Uhr
November bis MärzMontag, Freitag
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag
Samstag, Sonntag, Feiertag
geschlossen
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
11.00 Uhr bis 16.00 Uhr

letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit

Das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger Heide

Seit 1935 befinden sich große Teile der Colbitz-Letzlinger Heide in militärischer Nutzung, zunächst durch die Wehrmacht, danach bis zu ihrem Abzug aus dem vereinten Deutschland durch die Sowjetarmee.

1994 beginnen die Vorarbeiten für die Errichtung des Gefechtsübungszentrums Heer (GÜZ) der Bundeswehr. Es ist Bestandteil des in der Colbitz-Letzlinger-Heide befindlichen Truppenübungsplatzes Altmark. Der Aufbau des Zentrums erfolgt in den Jahren 1995 bis 1999; dazu gehört auch ein Kasernenneubau in Letzlingen – die Altmark-Kaserne. Auf dem 232 km² großen Übungsplatz, der zu den modernsten, größten und meistgenutzten seiner Art weltweit zählt, werden seit dem Jahr 2000 Lehrgänge durchgeführt. 2017 wird die einer mittleren Industriestadt nachgebildete „Übungsstadt Schnöggersburg“ in Dienst gestellt, eine europaweit einmalige Anlage, auf der gleichzeitig bis zu 1.500 Soldaten trainieren können. Längst hat sie wie das gesamte Gefechtsübungszentrum internationale Bedeutung erlangt. Hier üben vor allem verstärkte Einsatzverbände des Heeres und auch Verbände ausländischer Streitkräfte. Kaum eine Nato-Streitmacht, die noch nicht mit Angehörigen ihrer Armeen hier angetreten ist. In jedem Jahr durchlaufen bis zu 25.000 Militärangehörige eine jeweils zweiwöchige Ausbildung. Der Truppenübungsplatz wird heute an etwa 250 Tagen im Jahr genutzt.

Und ganz nebenbei ist das GÜZ einer der größten Arbeitgeber der Region – mehr als tausend Arbeitskräfte, davon knapp die Hälfte im Zivilbereich, stehen hier in Lohn und Brot.