Hansestadt Gardelegen

Neue Ideen für den Gardelegener Friedhof


Etliche Hecken auf dem Gardelegener Friedhof sind durch die extreme Hitze 2018 eingegangen.

Neue Ideen für den Gardelegener Friedhof

Die Gestaltung des Friedhofes Gardelegen geht voran. Landschaftsarchitektin Anja Brückner (Zernitz-Lohm) hat mit der Erarbeitung eines denkmalpflegerischen Rahmenkonzeptes begonnen. „Was, wann, wo und wie“, fasste Brückner ihre Aufgaben bei einem Vor-Ort-Termin auf dem Friedhof zusammen. Es gehe darum, einen Überblick zu bekommen, „was wir machen können - nach Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege“, betont Brückner. Sie nannte unter anderem das Hauptwegenetz, den Bereich um die Kapelle und die Hecken als Grabeinfassung. Diese Hecken haben 2018 bei der monatelangen Hitze extrem gelitten, etliche sind eingegangen. „Wir wollten aber ganz bewusst abwarten, wie sich die Hecken in diesem Jahr entwickeln, welche die Hitze überlebt haben“, sagte Isolde Niebuhr, Leiterin des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung, beim Termin mit der Landschaftsarchitektin auf dem Friedhofsgelände. Und eine Hecke dürfe nicht einfach so weggenommen werden, selbst Hand anzulegen, sei nicht gestattet, ergänzte Niebuhr. Fest steht: Es wird mehr Grünflächen auch ohne Hecken geben. Das Ziel der Landschaftsarchitektin ist jedoch ganz klar: „Wenn wir etwas wegnehmen, ist es auch sinnvoll, etwas nachzupflanzen. Es muss sich pflegen lassen, aber es kann keine großen Träume geben“, schätzte die Expertin auch mit Blick auf die finanziellen Möglichkeiten der Hansestadt Gardelegen ein.

Der Gardelegener Friedhof, der in den Jahren um 1880 angelegt wurde, ist seit 1997 ein Gartendenkmal. Er hat eine Fläche von 9 Hektar, 2509 Grabstätten sind belegt. Und: Er ist einer von 27 Friedhöfen der Hansestadt Gardelegen. Brückner plant für das Gartendenkmal ein langfristiges Konzept, das nach und umgesetzt werden könne. Im Juli wird sie gemeinsam mit den Mitarbeitern der Hansestadt Gardelegen erste Versionen diskutieren, die dem Landesamt für Denkmalpflege vorgelegt werden. Im Herbst ist eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger geplant, bei der die Pläne vorgestellt werden. Im vergangenen Jahr hatte es bereits zwei Vor-Ort-Treffen mit Bürgern auf dem Friedhof gegeben, die Anregungen eingebracht hatten. Die Landschaftsarchitektin wird in ihren Entwürfen auch Themen wie Müllentsorgung, Einhausungen, Wasserstellen, Pflegesituation bei den Kriegsgräbern und Entwässerung der Wege berücksichtigen.




Etliche Hecken auf dem Gardelegener Friedhof sind durch die extreme Hitze 2018 eingegangen.

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