Hansestadt Gardelegen

Baumfällarbeiten auf dem Friedhof in Gardelegen


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Dreitägige Baumfällarbeiten auf dem Friedhof in Gardelegen ab Montag, 30.03.2020

Rund 1300 Bäume befinden sich auf dem Gardelegener Friedhof. Einige davon müssen nun gefällt werden. Die Baumfällungen finden am Montag, 30.03.2020, Dienstag, 31.03.2020, und voraussichtlich am Donnerstag, 02.04.2020, statt. „Der Großteil der Bäume, die gefällt werden, sind Nadelgehölze“, informierte Florian Kauer, Fachdienstleiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung.

Im Februar und März gab es zwei Baumschauen auf dem Friedhof, bei denen die Bäume aufgenommen worden, bei denen die Fällung unaufschiebbar ist. Gründe für den schlechten Zustand sind unter anderem die teilweise Überalterung des Bestandes sowie die Substanzverluste durch die trockenen Sommer 2018 und 2019. „Wir haben festgestellt, dass etliche Bäume bereits trocken und tot waren. Einige wiesen Fäule, Pilze und Schleim auf, was alles Anzeichen für Erkrankungen der Bäume sind“, erläuterte Alexandra Köhler, Sachbearbeiterin im Friedhofswesen. Sie war im Februar zusammen mit dem Sachverständigen Matthias Glase auf dem Friedhof. Vor wenigen Tagen gab es nun eine zweite Baumschau, bei der weitere Bäume ermittelt wurden, die aus Gründen der Gefahrenabwehr jetzt gefällt werden müssen. Dabei betonte Fachdienstleiter Florian Kauer: „Es werden keine Bäume gefällt, wo es Brutnester oder wo es Anzeichen für Vogelbruten gibt.“ Und: Die Fällungsmaßnahmen betreffen keine Bäume, die die Grundstruktur des Friedhofes sichern, etwa die Alleen an den großen Hauptwegen.

Mit den Baumfällungen werden in diesem Jahr erste Maßnahmen des Entwicklungskonzeptes des Gardelegener Friedhofes umgesetzt, das die Hansestadt Gardelegen Ende vergangenen Jahres den Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt hatte. Darin heißt es, dass „die aktuellen Schäden an Bäumen und Sträuchern Fäll- und Rodungsmaßnahmen erfordern, die über einen „normalen“ Pflegeaufwand weit hinausgehen“. Laut Konzept hatten die vergangenen trockenen Jahre zu Schädlingsbefall und verstärktem Absterben der Fichtenbestände, beispielsweise durch den Borkenkäferbefall, geführt. Die sandig geprägten Bodenverhältnisse auf dem Friedhof erschweren das Überleben von Vegetation. Bei Neuanpflanzungen war empfohlen worden von Fichten und Tannen zu Kiefern oder Laubgehölzen wie Linde zu wechseln. Als trockenheitsresistente Arten waren zudem Hainbuche, Roteiche und Feldahorn genannt worden.

Während der Baumfällarbeiten wird es zu weiträumigen Absperrungen auf dem Gardelegener Friedhof kommen. „Wir bitten um Verständnis für diese Einschränkungen. Besucher sollten in diesen drei Tagen den Friedhof möglichst nicht betreten“, so Fachdienstleiter Florian Kauer.

Fakten zum Friedhof aus dem Entwicklungskonzept:

  • 1867 unter Bürgermeister Julius Beck angelegt
  • 1906 Bau der Friedhofskapelle
  • heute ca. 9 Hektar groß
  • Baumbestand ca. 1300 Bäume (950 Nadelgehölze, 100 Linden, 70 Eichen, 70 Robinien, Kastanien, Buchen, Ahornbäume)
  • Friedhof verfügt über ein 2 Kilometer langes Wegenetz
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