Wanderausstellung "1945 - Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Kriegsende"
Ganz unterschiedlich waren die Formen des Widerstands: spontan, mutig, entschlossen oder sorgfältig geplant - und wie viel Zivilcourage in einer Zeit nötig war, in der jedes Wort gegen das Regime tödlich sein konnte.
Datum: 19.01.2026
Datum: 20.03.2026
Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe (GFI) Gardelegen
Hansestadt Gardelegen
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Wenn im Herbst 1944 die Fronten näher rücken und die alliierten Armeen auf deutsches Gebiet vorstoßen, wird vielen Menschen klar, dass der Krieg verloren ist. Dennoch fordert die Führung in Berlin, jeden Ort bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen selbst dort, wo die Zerstörung schon spürbar ist und der Ausgang längst feststeht.
In dieser Situation wagen einzelne Bürger etwas, das damals kaum vorstellbar war: Sie widersprechen. Manche verweigern sich Befehlen, andere nehmen Kontakt zu den Alliierten auf oder entwaffnen lokale Volkssturmeinheiten. In mehreren Städten fordern Bewohner öffentlich eine kampflose Übergabe, um ihre Heimat vor dem sinnlosen Untergang zu bewahren. Gerade Frauen tragen in vielen dieser Orte solche Appelle mit bemerkenswerter Entschlossenheit.
Doch dieses Handeln ist gefährlich. Menschen, die Zweifel äußern oder Widerstand leisten, riskieren ihr Leben und viele verlieren es. Noch in den letzten Kriegsstunden werden Männer und Frauen standrechtlich verurteilt, gehängt oder erschossen.
Die Ausstellung 1945 - Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Kriegsende erzählt diese Geschichten. Sie zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Formen des Widerstands waren spontan, mutig, entschlossen oder sorgfältig geplant und wie viel Zivilcourage in einer Zeit nötig war, in der jedes Wort gegen das Regime tödlich sein konnte.