Versorgung an beiden Standorten gesichert
Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 30.01.2026
Altmark-Klinikum: Versorgung bleibt an beiden Standorten gesichert – Positive Signale zur Überwindung der wirtschaftlichen Notlage
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sieht positive Signale zur Überwindung der aktuellen Liquiditätskrise des Altmark-Klinikums: „Fest steht: An beiden Standorten bleibt die wohnortnahe Gesundheitsversorgung erhalten. Die Krankenhäuser in Gardelegen und Salzwedel sind versorgungsrelevant und für die medizinische Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar.“
Die Ministerin macht darauf aufmerksam, dass die eingetretene finanzielle Notlage u.a. mit dem zeitlichen Verzug bei der Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben zusammenhängt. Diese sehen insbesondere die Zahlung eines hausindividuellen Sicherstellungszuschlages für bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum vor. „Das Land hat bereits im letzten Jahr per Bescheid festgestellt, dass die Altmark Klinikum gGmbH darauf einen grundsätzlichen Anspruch hat.“ Die konkrete Höhe dieses hausindividuellen Sicherungszuschlages müsse noch zwischen dem Krankenhausträger und den Krankenkassen verhandelt werden. „Das wird zwar noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ungeachtet dessen gibt es von Seiten der Krankenkassen positive Signale über beschleunigte Budget-Zahlungen. Damit könnte ein wichtiger Teil der Liquiditätslücke geschlossen werden.“
Neben dieser kurzfristigen Lösung sind sich alle Beteiligten bewusst, dass für eine langfristige und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung weitere Schritte notwendig sind. Derzeit wird ein Maßnahmepaket zur langfristigen Liquiditätssicherung erarbeitet, um eine wirtschaftlich tragfähige Weiterentwicklung des Altmark-Klinikums im Interesse der Bevölkerung zu ermöglichen.
Ministerin Petra Grimm-Benne kündigt an, die beiden Klinikstandorte in Kürze zu besuchen, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Beschäftigten ins Gespräch zu kommen.
Mandy Schumacher (Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen) und Olaf Meining (Bürgermeister der Hansestadt Salzwedel) informieren, Stand 27.01.2026:
"Die jüngsten Herausforderungen rund um das Altmark-Klinikum haben uns als Bürgermeister der Hansestädte Gardelegen und Salzwedel sehr beschäftigt. Trotz der schwierigen finanziellen Situation steht für uns der Erhalt beider Standorte des Altmark-Klinikums außer Frage. Für uns ist es von höchster Wichtigkeit, dass die stationäre medizinische Versorgung im Altmarkkreis auch in Zukunft gesichert bleibt – als gemeinschaftliche Aufgabe von Politik und Gesellschaft.
Das Altmark-Klinikum ist ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen Gesundheitsinfrastruktur. Es bietet nicht nur eine zuverlässige Versorgung im Bereich der medizinischen Notfälle und allgemeinen Gesundheitsfragen, sondern ist auch ein bedeutender Arbeitgeber und Ausbilder in der Region. Die Menschen in Gardelegen, Salzwedel und der gesamten westlichen Altmark verlassen sich auf diese Einrichtungen, und wir sind überzeugt, dass der Erhalt beider Standorte von entscheidender Bedeutung für das Wohlergehen aller hier ist.
Gardelegen als drittgrößte Stadt Deutschlands und Salzwedel als einziges Mittelzentrum im ländlichen Raum übernehmen eine zentrale Rolle in der Versorgung des Altmarkkreises. Beide Städte sowie die umliegenden Kommunen setzen auf die zuverlässige medizinische Grundversorgung durch das Altmark-Klinikum. Dies ist nicht nur ein Service für die Bevölkerung, sondern auch ein Garant für die langfristige Entwicklung unserer Region.
Wir appellieren daher an alle verantwortlichen Akteure, sich gemeinsam für den Erhalt beider Standorte des Altmark-Klinikums stark zu machen. Insbesondere erwarten wir die Unterstützung der Landesregierung, um die medizinische Grund- und Regelversorgung in der westlichen Altmark nachhaltig zu sichern. Die Menschen hier brauchen Perspektiven und eine verlässliche Versorgung, auf die sie zählen können.
Wir sind zuversichtlich, dass wir zusammen eine Lösung finden werden, die den Anforderungen unserer ländlichen, lebenswerten Region gerecht wird und die hohe Qualität der medizinischen Versorgung in der Altmark weiterhin gewährleistet."